Sicherheitsfunktion und Reaktion auf Fehler

Dies ist die Web-Ausgabe der Originalfassung des ‎⮫ AC500-S Sicherheitshandbuchs, Version 1.3.2. Diese Web-Ausgabe dient lediglich zur schnellen Orientierung. Für die Einhaltung der Anforderungen in Bezug auf Anwendungen der funktionalen Sicherheit muss das Original-Sicherheitshandbuch verwendet werden.

Die Hauptsicherheitsfunktion der AC500-S-Sicherheitssteuerung ist es, Digital- und Analogeingänge zu lesen, um die sicherheitsgerichteten Digitalausgänge gemäß dem vom Anwender laut IEC 61131 definierten Anwendungsprogramm und der Konfiguration durch das Sicherheitslogikmodul der Sicherheits-CPU zu steuern.

Die AC500-S-Sicherheitssteuerung kann nach dem Ruhestromprinzip („de-energize to trip“) verwendet werden. Der sichere Zustand der Ausgänge wird gemäß der folgenden Tabelle definiert:

Tab. 1046: Verhalten des Ruhestrom-Sicherheitssystems

Ruhestromprinzip

Modus gemäß IEC 61508

Hohe Anforderungsrate oder niedrige Anforderungsrate

Sicherheitsfunktion

Ausschalten der Ausgänge

Sicherer Zustand

Abgeschaltete Ausgänge

Der Zweck der AC500-S-Sicherheitsfunktion ist es, den sicheren Zustand der Maschine oder des Prozesses (als System) bei gegebenem SIL (IEC 61508 und IEC 61511), max. SIL (IEC 62061) und PL (ISO 13849-1) zu garantieren. Eine Beispiel-Sicherheitsfunktion auf Anwendungsebene, die von einer AC500-S in Maschinenanwendungen ausgeführt werden kann, ist der Not-Halt.