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Das Diagnosesystem ermöglicht eine einheitliche Diagnose der CPU und ihrer lokalen Schnittstellen, des E/A-Busses mit den angeschlossenen S500-E/A-Geräten und der über Kommunikationsmodule angeschlossenen Feldbusse unter Berücksichtigung der Besonderheiten der verschiedenen Feldbusse. Die Sicherheits-CPU ist ebenfalls in das Diagnosesystem integriert.

Auf die Diagnosedaten der Geräte kann zugegriffen werden durch

  • CPU-Display

  • Automation Builder

  • IEC-Anwendung

Um die Informationen weiterzuleiten und sie z.B. über einen Webserver oder OPC UA Server zu benachrichtigen, können die in der IEC-Anwendung abgerufenen Daten in Variablen gespeichert werden.

Abb. 383: Überblick über das Diagnosesystem

Diagnosis_System_V32

Alle Diagnosedaten sind einem Gerät zugeordnet. Die Systemdiagnose (z. B. Batterie schwach) kommt vom CPU-Gerät oder einem der untergeordneten Objekte (z. B. Watchdog-Diagnose eines Aufgabenobjekts).

Die Diagnose ist für Geräte mit Darstellung im Automation Builder Gerätebaum verfügbar.

Die Diagnosemeldungen enthalten den Schweregrad eines Fehlers. Die Fehlerschwere kann zur Definition des Systemverhaltens verwendet werden, z. B. zur Aktivierung der Fehler-LED oder zum Anhalten der SPS ⮫ „Schwere des Fehlers“.

Anwendungsbeispiele

Einzelheiten zur Integration und Verwendung von Funktionsblöcken zum Empfang von Diagnosemeldungen von der CPU und von Feldbusgeräten finden Sie in den Anwendungsbeispielen:

Für den Fall, dass Fehler auftreten, werden in der Anwendungsanleitung ‎⮫ „Debugging und Fehlerbehebung“ effiziente Methoden zur Fehlersuche und Fehlerbehebung bei Automation Builder, AC500 V3 sowie CP600 beschrieben. Es bietet Systemintegratoren klare Leitlinien für die systematische Analyse von Problemen und die Erfassung aller relevanten Informationen. Die Bereitstellung vollständiger und gut strukturierter Daten in einer einzigen Anfrage an den technischen Support trägt dazu bei, die Untersuchungen zu beschleunigen und die Gesamtantwortzeit zu verkürzen.

Arten von Diagnosemeldungen

  • Ein Ereignis beschreibt den aktuellen Zustand des Geräts. Sie muss nicht anerkannt werden.

  • Ein Alarm beschreibt, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Diagnosemeldung gab. Sie sagt nichts über den aktuellen Zustand des Geräts aus.

    Alarme müssen vom Benutzer quittiert werden. Nach der Quittierung erlischt der Alarm für alle Verbraucher.

Jede Diagnosemeldung hat eine Ankunftszeit.

Gerätestatus

In Bezug auf die Diagnose gibt es verschiedene Gerätezustände:

  • Gerät ohne Ereignisse und ohne unquittierte Alarme.

  • Gerät mit Ereignissen oder unbestätigten Alarmen.

  • Das Gerät reagiert nicht und ist nicht für eine Online-Verbindung verfügbar.

Beschreibungen von Diagnosen

Diagnosemeldungen sind immer für alle Verbraucher verfügbar.

  • ABB SPS:

    • Ereignisse und unbestätigte Alarme.

    • Jede Diagnosemeldung mit Uhrzeit, Ort, Fehlernummer und Text.

  • 3rd party devices:

    • Ereignisse und unbestätigte Alarme.

    • Jede Diagnosemeldung mit Uhrzeit, Ort und Fehlernummer.

    • Klartextinformationen, falls vorhanden, entweder aus einer Norm oder aus der Gerätebeschreibung.

    • Falls vorhanden: Erweiterte Diagnose: Zusätzliche Daten aus dem Gerät für die manuelle Analyse.

Erweiterte Diagnose

Einige Geräte sind in der Lage, eine erweiterte Diagnose zu erstellen. Diese zusätzliche geräteabhängige Diagnose wird nur auf Anfrage erhoben und ist gerätetypspezifisch (z. B. Bus-Scan-Anfrage auf PROFINET I/O Controller). Die Hauptabsicht besteht darin, Anwendungsfälle für die Inbetriebnahme abzudecken, bei denen sehr spezifische Informationen benötigt werden, die normalerweise nicht auf sinnvolle Weise in Fehlernummern gespeichert werden können.